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Weltkulturerbe im Kroatien-Lexikon

Kroatien hat eine bewegte Geschichte und wurde zudem von verschiedenen Kulturen beeinflusst. Die Geschichte hat ihre Spuren hinterlassen und deshalb gibt es im Land eine Vielzahl kulturhistorischer Denkmäler aus allen Zeitaltern. Die mediterrane Kultur beeinflusste im wesentlichen die Küstenregionen, während das Landesinnere mehr dem europäischen Kulturkreis gehört. Die bewegte Geschichte veranlasste die Unesco, drei kroatische Stadtanlagen und zwei Bauwerke zum Weltkulturerbe zu ernennen. Ein Kulturerlebnis allererster Güte ist die Altstadt von Dubrovnik, deren Mauern einen fast perfekt erhaltenen Komplex öffentlicher, privater, sakraler und sakulärer Bauwerke aus nahezu allen Prioden der Stadtgeschichte umfasst. Die bewegende Geschichte von Dubrovnik fängt mit der Gründung der Stadt im 7. Jahrhundert an. Alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen würde lange dauern doch einige Besondere sind zum Beispiel die Hauptpromenade, der Rektorenplast, die St. Blasius-Kirche, die Kathedrale, drei große Klöster, das Zollgebäude sowie das Quarantänelager. In früheren Jahren war man in der Republik Dubrovnik stolz auf die Unabhängigkeit, eine eigene Kultur und den erfolgreichen Handel In dem Diokletianpalast in Split verbrachte der römische Kaiser Diokletian die letzten Jahre seines Lebens, er selbst hatte den riesigen Palast in der Nähe seines Geburtsortes bauen Aspalthos lassen. Der Palast wurde im Laufe der Jahrhunderte zwar mehrere Male umgebaut, doch die alte Struktur blieb weitgehend erhalten. Auch während der Herrschaft durch die Byzantiner, die Venezianer sowie unter der österreichisch-ungarischen Regierung wurde der Palast weiter bewohnt, und er blieb von größeren Beschädigungen verschont. Auf diese Art und Weise ist innerhalb der römischen Mauern der freundliche alte Stadtkern entstanden. In Split sind neben dem Diokletianpalast noch viele alte und sehenswürdige Häuser und Baudenkmäler erhalten.

Im nordöstlichen Teil des historischen Stadtkerns von Porec findet man die Basilika des Euphrasius, der Komplex sakraler Gebäude wurde im 6. Jahrhundert gebaut. Bischof Euphrasius hatte die Basilika zu seinen Lebzeiten gebaut und die Unesco hat es zum Weltkulturerbe erklärt. Durch diese große Anlage wird natürlich das Stadtbild von Porec geprägt: Die Anlage besteht aus der Basilika mit den drei Kichenschiffen, dem Atrium mit Vorhalle, den Baptisterium, dem Bischofspalast sowie dem Sitz des Vikars aus den Jahrhunderten 1300 bis 1500. Hinzu kommen der Glockenturm, der im 16. Jahrhundert gebaut wurde und zwei Kapellen, die aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammen. Besonders sehenswert sind der vergoldete Eingang sowie die wertvollen Mosaike aus Edelsteinen. Neben den Mosaiken der San Vitale-Kirche in Ravenna zählen die prachtvollen Mosaike der Basilika von Porec zu den hervorragendsten Kunstwerken dieser Art in Europa. Die Altstadt von Trogir zählt zu den am besten erhaltenen romanisch-historischen Stadtkernen des gesamten Adria und ganz Westeuropas. Von griechischen Siedlern wurde „Tragurion“ im 4. Jahrhundert vor Christi Geburt gegründet, daraus entstand der Stadtkern, der von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Der mittelalterliche Stadtkern ist durch eine starke Wehrmauer geschützt, innerhalb dieser Mauern befinden sich ein gut erhaltenes Schloss, der Wehrturm sowie eine ganze Reihe von Wohnhäusern und Paläste aus der romanischen und gotischen Zeit sowie aus Epochen der Renaissance und Barock. Wenn man durch die Gassen der Altstadt von Trogir spaziert, fühlt man sich in die Zeiten vergangener Jahrhunderte versetzt. Ein Prachtstück ist zweifellos die St. Laurentius-Kathedrale aus dem Jahr 1240, das bedeutendste Werk im romanisch-gotischen Stil in ganz Kroatien.


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Amtssprache: Kroatisch
Hauptstadt: Zagreb
Fläche: 56.592 km²
Einwohner: ~4.5 Mio.
Währung: Kuna (HRK)
Zeitzone: MEZ (UTC +1)
Kfz-Kennzeichen: HR
Internet-TLD: .hr
Telefonvorwahl: +385