Gorski Kotar im Kroatien-Lexikon

Verschiedene kleine Landschaften im Gebirge, Hügelketten und Hochebenen bilden im nordwestlichen Teil des Landes das Berggebiet Gorski Kotar. Die Region findet man hinter Kvarner etwa 20 Kilometer vom Meer entfernt, die Höhe beträgt 750 Meter über dem Meeresspiegel. Hier hat der Tourismus noch nicht so Einzug gehalten, die alten Lebensweisen der Bergvölker herrschen weitgehend noch vor. Die höchste Erhebung ist 1.500 Meter hoch, in dem Gebiet gibt es noch zahlreiche, recht selten gewordene Tiere wie Luchse, Wölfe, wilde Ziegen oder auch Bären, Wildschweine und Hirsche. Neben der Ruhe und nahezu unberührter Natur gibt es einige Kilometer weiter bekannte Skigebiete. Auch der Nationalpark Risnjak liegt im Gebiet Gorski Kotar.

Zum dinarischen Gebirge gehört das 130 Kilometer lange Kapela Gebirge im Hinterland von Dalmatien. Die beiden Berge kleine und große Kapela sind 1.300 beziehungsweise 1.500 Meter hoch, das Gebirge besteht fast ausschließlich aus Kalksandstein. Ein Grund dafür, dass das Gebirge sehr trocken ist, denn sogar größere Wassermassen werden vom Kalk wie von einem Schwamm aufgesogen und sich anschließend unter irdisch sammeln. Es gibt aber auch bewaldete Areale im Kapela Gebirge, die Plitvicer Seen sind im Süden zu finden. Die Beschaffenheit der Erde trägt dazu bei, dass es in der Gegend zahlreiche Tropfsteinhöhlen und unterirdische Wasserläufe gibt. Die Bezeichnung Kapela stammt aus Früheren Zeiten, denn auf dem Berg Gvozd wurde im Jahr 1390 ein bekanntes Kloster der Pauliner gebaut. Als die Osmanen das Land eroberten, wurde das Kloster völlig zerstört, Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Kapelle des heiligen Nikolaus wieder aufgebaut und der komplette Gebirgszug erhielt seinen heutigen Namen.

In diesem Artikel wird das Thema Gorski Kotar behandelt. Gerne können Sie einen Kommentar hinterlassen. Weitere Artikel finden Sie unter dem entsprechenden Buchstaben.

Kommentare

Die Kommentarfunktion ist derzeit deaktiviert.


Hauptseite | Impressum